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Fotobuch für Kinder: Die Erfolgsgeschichte „Kleine Prints“

Kinder Fotobuch

Von einer schönen Idee für die eigene Tochter zum erfolgreichen Unternehmen: Mit ihren Fotobüchern für Kinder begeistert Eva Malawska Eltern und ihre Sprösslinge. Wie sie die Selbstständigkeit mit dem Mama-Dasein vereinbart, erzählt sie im mamour-Interview.Kinder lieben Fotos. Stundenlang kann man mit ihnen in Fotoalben blättern. Jedes bekannte Gesicht löst Begeisterung aus und wird gleich identifiziert: „Da, Oma!“ Das einzige Problem: Fotos und Alben sind sensibel und nicht für tollpatschige Kinderhände gemacht. Da wird schnell geknickt, zerknittert und zerrissen.

Diese Erfahrung machte auch Eva Malawska und fing an, eine Lösung zu entwickeln: ein spezielles Fotobuch für Kinder mit stabilen Pappseiten. Bei ihrem Unternehmen Kleine Prints kann man im Online-Shop individuelle Fotobücher und andere Fotogeschenke gestalten und bestellen. Im Interview mit mamour erzählt Eva von ihrer Idee und dem Leben als Unternehmerin und Mutter.

Eva, wie bist du auf den Gedanken gekommen, aus Eva Malawskadem Fotobuch für deine Tochter eine Geschäftsidee zu machen?

Das Fotobuch für Kinder ist aus Eigenbedarf entstanden: Als Lotta anfing, sich für Fotos zu interessieren und wir ihr nicht ständig unsere Telefone hinhalten wollten. Weil sie den Fotobuch-Prototyp so verschlungen und überall hin mitgenommen hat, dachte ich, dass sich bestimmt auch andere Kinder und Eltern daran erfreuen würden.

An welchem Punkt hast du gemerkt, dass die Idee Erfolg haben wird?

Eigentlich recht früh, denn das Feedback der Kunden war von Anfang an super. Viele Eltern hatten das gleiche Problem wie wir, dass normale Fotobücher in den Patschehändchen der Kleinen sofort zerknickt wurden. Sie waren dankbar, dass es nun endlich ein kindgerechtes Fotobuch gab.

Du hast deine Idee in der Höhle der Löwen auf VOX präsentiert. Welche Erfahrung hast du daraus mitgenommen?

Nur gute! Erst einmal war der Tag hinter den Kulissen bei der Aufzeichnung total spannend. Und es lief genauso ab, wie man es im Fernsehen kennt – die Löwen kennen die Kandidaten nicht und die Gespräche werden direkt gefilmt. Im Vorfeld wurde ich vom Redaktionsteam gut auf den Pitch vorbereitet, sodass ich dann gar nicht mehr so aufgeregt war, als ich vor die Jury getreten bin. Dadurch, dass auch hier die Resonanz so gut war, hatte der TV-Auftritt für mein Business einen wahnsinnig positiven Effekt und hat unheimlich viel Traffic erzeugt. Danach war Kleine Prints vielen Menschen auf einen Schlag bekannt. Davon träumt sicherlich jeder junge Gründer und für mich ist der Traum wahr geworden.

Welche Pläne hast du für die weitere Entwicklung von Kleine Prints?

Kleine Prints soll weiterhin wachsen. Wir werden uns noch stärker auf Fotogeschenke für Kinder spezialisieren und planen in diesem Zuge tolle neue Produkte und Kooperationen. Wir wollen uns stetig verbessern und feilen immer weiter an der Qualität der Fotobücher und auch an unserer Marke.

Siehst du die Selbstständigkeit eher als Vor- oder als Nachteil für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?

Kleine PrintsIn jedem Fall als Vorteil. Ich bin einfach viel flexibler und muss bei niemandem Rechenschaft ablegen, wenn Lotta mal krank ist oder sonst etwas ansteht. Gerade in der Anfangszeit von Kleine Prints habe ich oft bis spät nachts gearbeitet, nachdem sie eingeschlafen war. Morgens habe ich sie dann zur Kita gebracht und wenn es gar nicht mehr ging, konnte ich mich mittags für’n Stündchen ausruhen. Mit der Zeit habe ich gelernt, meine Zeit besser einzuteilen und verschieden Aufgaben an freie Kolleginnen abzugeben.

Wie sieht ein typischer Tag mit Arbeit und Familienleben bei dir aus?

Morgens gegen 9 Uhr bringe ich oder mein Freund die Lütte in die Kita. Dann fahre ich meistens ins Büro, das ich mir mit einem anderen Startup teile. Letztes Jahr habe ich von zuhause gearbeitet, aber auf Dauer war das nichts, weil ich da oft kein Ende fand. Außerdem fiel mir die Decke auf den Kopf. Oftmals habe ich Meetings mit meinen Teammitgliedern oder mit der Druckerei. Spätestens um 17 Uhr hole ich Lotta von der Kita ab. Dann gehen wir entweder noch auf den Spieli, zum Kinderturnen oder treffen uns mit Freunden.

Welche Bilder fehlen dir noch für das perfekte Fotobuch deines Lebens?

Oh, definitiv noch einige spannende Reiseziele! Ich möchte unbedingt nach Costa Rica und Neuseeland. Derzeit spinnen wir die Idee einer Weltreise, die wir vor Lottas Einschulung noch unternehmen möchten. Mal sehen, ob dieser Traum auch noch wahr wird…

Wir haben bei mamour eine Serie zu den Lieblingsbüchern aus Kindertagen. Welches Buch hast du als Kind besonders geliebt und warum?

Ich kann mich nicht erinnern, dass uns als Kindern viel vorgelesen wurde. Daher habe ich erst Erinnerung an ein Buch, das ich als junges Mädchen gerne gelesen habe: Anne auf Green Gables von Lucy Montgomery. Mir haben schon damals Geschichten aus dem „wahren Leben“ am besten gefallen, da konnte ich mich am ehesten wiederfinden. Ich stehe auch heute noch total auf Jugendliteratur wie Der Fänger im Roggen, Luke und Jon von Robert Williams und Eine wie Alaska von John Green. Aber auch die Harry Potter Bücher habe ich mit Mitte zwanzig verschlungen und freue mich schon darauf, wenn Lotta sie irgendwann liest und ich wieder in diese Welt eintauchen kann.

Hier geht’s zur Website von Kleine Prints.
Das Interview führte Janine Plitsch.

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