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Hilfe und Erfahrungen: Bücher für Alleinerziehende

Bücher für Alleinerziehende

Viele Alleinerziehende tragen eine große Last durch Aufgaben und Verantwortung, die sie ohne Partner an ihrer Seite übernehmen müssen. Hinzu kommen oft juristische Auseinandersetzungen, finanzielle Probleme und psychische Belastungen. Auch die Karriere nimmt meist nicht den Weg, den man (meist frau) sich vorgestellt hat.

Allein mit Kind, das ist kein einfacher Weg. Umso wichtiger, dass Alleinerziehende sich Hilfe und Unterstützung suchen, sich informieren und mit anderen Alleinerziehenden austauschen. Ebenso wichtig ist es, dass sich Medien, Politik und wir alle stärker mit den Problemen und Bedürfnissen von Alleinerziehenden und ihren Kindern auseinandersetzen. Denn die schwierige Situation, in der sich viele dieser Familien befinden, ist ein Phänomen unserer modernen Gesellschaft. Und es geht uns alle etwas an!

Immerhin scheint die öffentliche Debatte angestoßen: Allein in den vergangenen vier Monaten sind drei Bücher für Alleinerziehende in großen Verlagen erschienen. Bücher, die Unterstützung und Hilfe für Alleinerziehende bieten oder die gesellschaftliche Situation aufarbeiten und Missstände anprangern.

In der folgenden Liste stellen wir die drei jüngsten sowie zwei weitere tolle Bücher für Alleinerziehende vor:

Allein, alleiner, alleinerziehend: Wie die Gesellschaft uns verrät und unsere Kinder im Stich lässt

Allein, alleiner, alleinerziehend

Auf ihrem Blog Mama arbeitet schreibt Christine Finke schon seit Jahren über ihr eigenes Leben als Alleinerziehende und über gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Ihr Buch ist insofern eine konsequente Aufarbeitung und Verdichtung ihrer dortigen Arbeit. Die Autorin zeigt Schwachstellen und Ungerechtigkeiten auf, erzählt Geschichten aus ihrer eigenen Familie und klagt eine Gesellschaft an, die ignoriert, wie groß die Probleme sind und wie wenig Hilfe für Alleinerziehende es gibt.

Unsere Empfehlung:
„Christine Finke nimmt kein Blatt vor den Mund, schreibt Klartext, kritisiert und prangert an. Sie zeigt eindrucksvoll auf, vor welchen riesigen Herausforderungen Alleinerziehende stehen und weshalb es nicht verwunderlich ist, dass sich viele von ihnen schlicht alleingelassen fühlen. Ein Lesetipp nicht nur für Alleinerziehende, sondern für jeden, der sich für die Zukunft unserer Familien und Kinder interessiert.“

Autorin: Christine Finke
Verlag: Bastei Lübbe

Stark und alleinerziehend: Wie du der Erschöpfung entkommst und mutig neue Wege gehst

Stark und alleinerziehend

Alexandra Widmer führt seit 2014 die erfolgreiche Website starkundalleinerziehend.de, auf der sie Alleinerziehende unterstützt, mit den besonderen Belastungen umzugehen. Im gleichnamigen Ratgeber zeigt sie, wie der Umgang mit schmerzlichen Gefühlen, die Burnout-Prävention und die Stressverarbeitung in dieser speziellen Lebensphase gelingen können.

Unsere Empfehlung:
„Ein wirklich toller Ratgeber mit vielen Tipps und praxisorientierten Strategien, wie man trotz der äußeren Umstände durch eine veränderte innere Einstellung wieder mehr Energie, Zufriedenheit und Lebensfreude erlangen kann. Echte Hilfe zur Selbsthilfe! Die Tipps und Anleitungen sind nicht nur was für Alleinerziehende, sondern hilfreich und inspirierend für alle Eltern. Denn nur wenn es uns als Eltern gut geht, geht es auch unseren Kindern gut.“

Autorin: Alexandra Widmer
Verlag:
Kösel

Die kleinste Familie der Welt. Vom spannenden Leben allein mit Kind

Die kleinste Familie der Welt

Die Autorin, selbst alleinerziehende und berufstätige Mutter einer Teenager-Tochter, berichtet von ihren eigenen Erfahrungen und den Herausforderungen, die eine „Mini-Familie“ zu meistern hat. Zudem porträtiert sie acht andere Alleinerziehende mit einem oder mehreren Kindern aus Deutschland und dem Ausland, deren Geschichten sie erzählt.

Unsere Empfehlung:
„Feinfühlig gibt Bernadette Conrad Einblick in das Leben einer alleinerziehenden Mutter mit all seinen Höhen und Tiefen und lässt dabei durchaus Kritik an der Gesellschaft anklingen, die diese immer häufiger vorkommende Familienform – immerhin jede fünfte Familie in Deutschland – viel zu wenig beachtet. Ein ‚literarisches Sachbuch‘ (sehr treffende Kategorisierung von Christine Finke in ihrer Rezension zum Buch), das nicht nur informativ, sondern überaus unterhaltsam geschrieben ist. Sehr lesenswertes Buch!“

Autorin: Bernadette Conrad
Verlag:
btb Verlag

Mama zwischen Sorge und Recht. Die aberwitzigen Erfahrungen einer Mutter in Sachen Umgang

Mama zwischen Sorge und Recht

„Mama zwischen Sorge und Recht“ ist ein Tatsachenroman: Carola und Thomas führen eine glückliche Fernbeziehung. Als Carola schwanger wird, zieht sie zu Thomas aufs Land. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Katja ändert sich Thomas’ Verhalten: Aus dem smarten und liebevollen Mann wird ein kontrollierender und jähzorniger Pascha. Als er gar gewalttätig wird und eine Morddrohung ausspricht, ergreift Carola mit ihrer Tochter die Flucht. Es folgt ein langwieriger Kampf vor Gericht, Carola muss sich mit unverständigen Jugendamtsmitarbeitern und Richtern auseinandersetzen, die das Umgangsrecht des Vaters über das Kindswohl stellen.

Unsere Empfehlung:
„Trotz des bitteren Themas liest sich das Buch wirklich gut, durch den lockeren Schreibstil der Autorin macht es sogar Spaß. Der trockene, fast schwarze Humor der Autorin bringt einen manches Mal zum Lachen. Gleichzeitig zeigt sie auf, mit welchen Absurditäten man konfrontiert wird, wenn Gerichte und Jugendamt unbedingt das väterliche Umgangsrecht durchsetzen wollen, selbst gegen den ausdrücklichen Wunsch des Kindes. Unbedingt lesenswert!“

Autorin: Carola Fuchs
Verlag: Carola Fuchs (Selbstverlag)

Mutterseelenalleinerziehend: Ein Kind und weg vom Fenster?

Mutterseelenalleinerziehend

Unter dem Pseudonym Maike von Wegen hat die Autorin ihre persönliche Geschichte aufgeschrieben: Mit 20 ungeplant schwanger geworden, muss sie mit der ablehnenden Haltung ihrer Umgebung (inklusive Kindsvater und der eigenen Familie) klarkommen und wird mit existenziellen Geldsorgen konfrontiert. Sie lernt schnell, dass sie der Gesellschaft als Alleinerziehende lästig ist und dass ihr Kind keine Chance hat, wenn sie sich nicht vehement dafür einsetzt. Sie kämpft für ihr Recht und das ihrer Tochter und setzt sich für Ein-Eltern-Familien ein.

Unsere Empfehlung:
„Bereits auf ihrem Blog Mutterseelenalleinerziehend (der inzwischen von Sarah Wiedenhöft weitergeführt wird) hat die Autorin sich lange Jahre mit dem Thema und der Situation Alleinerziehender auseinandergesetzt. In ihrem Buch berichtet sie mutig und schonungslos offen aus ihrem Leben: Eine tiefe Depression bedingt durch die schwierige erste Zeit mit Baby und die ablehnende Haltung des Kindsvaters und ihrer Umgebung führt sie kurzzeitig in die stationäre Psychiatrie. Die Autorin rechnet mit Politik und Gesellschaft ab, die es Alleinerziehenden schwer machen. Ein toll geschriebenes und überaus lesenswertes Buch.“

Autorin: Maike von Wegen
Verlag: Knaur TB

 

Über die Autorin

Janine Plitsch ist zweifache Mama und Buchhändlerin mit Leidenschaft. Die Gründerin von mamour hat in ihren Schwangerschaften selbst alles verschlungen, was ihr zum Thema in die Hände gefallen ist – jetzt hilft sie anderen (werdenden) Müttern und Vätern, die besten Bücher rund um Schwangerschaft, Babyzeit und Co. zu finden.

Bücher für Alleinerziehende können den betroffenen Eltern eine wichtige Hilfe sein. Die hier vorgestellten Bücher sind aber auch für jeden anderen lesenswert, damit ein Bewusstsein für die Probleme der Familien entsteht und sich etwas ändert.

Janine Plitsch
Janine Plitsch

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